In 3 Schritten zu mehr Selbstmitgefühl

Aktualisiert: 29. Mai

Unser Alltag als Mutter oder Vater ist oft voll mit tausend Dingen, die noch zu erledigen sind. Da reagieren wir schnell mal gereizt, werden laut, machen Fehler oder vergessen etwas. Kennst du das? Wie freundlich gehst du in einer solchen Situation mit dir selbst um? Sich in einem solchen Moment selbst zu kritisieren, verstärkt den Stress noch mehr. Es lohnt sich deshalb, sich selbst mit mehr Selbstmitgefühl zu begegnen. Und das ist in 3 Schritten lernbar.


Was denkst du in stressigen mit deiner Familie (oder mit Freunden oder anderen Menschen bei der Arbeit) über dich? Denkst du beispielsweise:

  • jetzt reiss dich mal zusammen, andere packen das mit links oder

  • jetzt werde ich schon wieder laut - ich bin keine gute Mutter/Vater oder

  • ich krieg einfach nicht alles unter einen Hut, was mache ich bloss falsch?

Stell dir vor, eine gute Freundin oder ein guter Freund wäre in derselben Situation. Würdest du diese Dinge auch ihr/ihm sagen? Wahrscheinlich nicht. In Situationen, die uns psychisch belasten und in denen wir gestresst reagieren, behandeln wir uns selbst oft nicht sehr mitfühlend. Wir sind sehr schnell selbstkritisch und verurteilen uns für unser Verhalten.

Aber: Genau in solchen Momenten, wenn es mal nicht so gut läuft oder wir einen Fehler gemacht haben, haben wir Selbstmitgefühl am nötigsten.


Das Erlernen von Selbstmitgefühl beinhaltet folgende drei Aspekte:

1. Achtsamkeit

2. Freundlichkeit

3. Verbundenheit


Beim Praktizieren von Selbstmitgefühl kannst du also wie folgt vorgehen:

1. Nimm deine Reaktionen (Gedanken, Emotionen, Körperempfindungen) achtsam wahr und anerkenne die Situation: «Dies ist ein schwieriger Moment für mich.»

2. Begegne dir selbst mit Freundlichkeit: «Das ist wirklich schwierig und es ist okay so.» Du kannst auch versuchen, dir selbst körperlich Trost zu spenden z.B. die Hand auf die Herzgegend lege, dir den Nacken massieren oder dich selbst umarmen. Solche Gesten setzen das Bindungs- und Trosthormon Oxytozin frei. 3. Mache dir bewusst, dass du nicht alleine bist: vielen Eltern geht es gleich oder ähnlich wie dir. «Alle Eltern haben manchmal Schwierigkeiten, machen Fehler oder bereuen etwas. Das ist menschlich. Auch bei mir darf das so sein.»



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