Entspannung «lernen» - wozu soll das gut sein?

Aktualisiert: 24. Aug. 2021


Wozu eine Entspannungsmethode lernen, wenn man sich auch beim Lesen oder TV schauen entspannen kann? Wer nicht gestresst oder angespannt ist, für diese Person reichen entspannende Freizeittätigkeiten meist völlig aus, um abzuschalten und sich zu erholen. Gemäss Job-Stress-Index 2020 fühlen sich drei von zehn Erwerbstägigen in der Schweiz gestresst. Innere Unruhe, Verspannungen, schlechter Schlaf können die Folge sein. Für diese Personen reichen die üblichen Freizeitaktivitäten oft nicht aus, um sich tief zu entspannen und zu regenerieren. Doch was bedeutet eigentlich «tiefe» Entspannung? Und wie kommt man in einen solchen Zustand? Ist das etwas Esoterisches oder kann man diesen Zustand objektiv messen?


Die Entspannungsmedizin definiert Entspannung als einen angenehmen empfundenen Zustand, der auf der Ebene der Gedanken, der Emotionen und des Körpers spür- und messbar ist. In einen solchen Entspannungszustand kommt man, wenn man ein medizinisches Entspannungsverfahren anwendet. Das kann z.B. med. Progressive Muskelentspannung oder die med. Achtsamkeits-Interozeption®, ein achtsamkeitsbasiertes Entspannungsverfahren mit Ursprung im antiken China. sein. Durch das standardisierte Vorgehen wird über eine Entspannungsinduktion – z.B. Muskelspannung



Woran merkt man das? Und wie ist der Zustand messbar? Beispielsweise spürt man eine muskuläre Entspannung, was mittels EMG gemessen werden. Mit Hilfe eines EEG können Veränderungen der hirnelektrischen Aktivität nachgewiesen werden. Diese Aktivität entspricht derjenigen im Übergangsstadium vom Wach- in den Schlafzustand.

Weitere Kennzeichen der med. Entspannungsreaktion sind die Erweiterung der Blutgefässe und ein vermehrter Blutfluss, was sich u.a. in Wärmegefühl oder Kribbeln zeigt. Die Atemfrequenz nimmt ab und unsere Atemzyklen werden gleichmässiger. Die Gedanken werden ruhiger, gebündelter und schweifen weniger ab. Unsere Emotionen werden ausgeglichener und es stellt sich ein Gefühl der Zufriedenheit ein.


In einen solchen tiefen Entspannungszustand zu kommen, kann erlernt werden und hat bei regemässigem Training das Potenzial, tiefgehende Entspannung und Erholung zu ermöglichen und Stress-Symptome zu reduzieren. Das Training der Entspannungsfähigkeit hilft auch dabei, gar nicht so schnell in einen Stresszustand zu kommen. Wer also merkt, dass die gewohnten Aktivitäten am Feierabend oder am Wochenende nicht ausreichen, um richtig zu entspannen und zu erholen, der tut gut daran, ein medizinisches Entspannungsverfahren zu erlernen. Ein sehr wertvolles Tool, welches man – hat man es mal systematisch erlernt – immer und überall anwenden kann.


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